Kerim Alajbegović übernimmt Verantwortung – und liefert. Der 18-Jährige verwandelt den letzten Elfmeter gegen Wales, schickt Bosnien und Herzegowina ins Playoff-Finale und sorgt für pure Ekstase. Danach fehlen ihm fast die Worte. „Meine Stimme ist weg. Ich bin stolz auf das Team. Ich wusste, dass ich den letzten Elfmeter schießen werde. Unglaubliches Gefühl.“
Druck? Nicht bei ihm. Als es darauf ankam, blieb Alajbegović eiskalt und zeigte genau die Mentalität, die dieses Team aktuell trägt. „Es gab keine Nervosität. Ich wusste, dass ich ihn reinmache und danach mit den Fans feiern werde“, sagt er nach Abpfiff.
Schon vor dem Elfmeterschießen hatte der Offensivspieler seinen Anteil am Comeback. In der 87. Minute bereitete er den Ausgleich für Edin Džeko vor und hielt Bosnien damit überhaupt erst im Spiel. Ein Auftritt, der zeigt, warum ihm immer mehr Verantwortung übertragen wird.
Jetzt wartet Italien – und Zenica. Für Alajbegović ist klar, dass sich die Rollen verschieben könnten. „Jetzt spielen wir zu Hause. Italien wird Angst haben und diesen Sieg von uns als Top-Ergebnis sehen. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.“



