Die bosnisch-herzegowinische Nationalmannschaft hat in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Entwicklung durchlaufen. Das betont der ehemalige Kapitän Vlatko Glavaš in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Fena. Er lobt die positive Energie, den Aufschwung durch junge Talente und fordert dringend Investitionen in die Infrastruktur.
Ein internationales Aushängeschild
Besonders die Reaktionen nach der Weltmeisterschaft haben Glavaš tief beeindruckt. Dass Bosnien und Herzegowina in Deutschland zur „beliebtesten Nationalmannschaft der Welt“ ernannt wurde, sei eine riesige Auszeichnung: „Wenn uns das gesagt wird, dann ist das so, als wären wir Weltmeister.“
Das Fundament für die Zukunft
Glavaš lobt die hervorragende Arbeit von Nationaltrainer Sergej Barbarez und dessen Betreuerstab. Ein wesentlicher Grund für den sportlichen Erfolg sei die neue Generation an Spielern, die den Sprung zu europäischen Top-Klubs geschafft haben.
Er ist sich sicher: „Das hat sich bei uns ins Rollen gebracht und wird sich sicher für die nächsten 10 oder 15 Jahre so weiterrollen.“
Die Mannschaft habe sich weiterentwickelt und sei „eliminatorisch und spielerisch über das Niveau von vor zwei Jahren hinausgewachsen“.
Der Abschied von einer Legende
Den Rücktritt von Rekordtorschütze und Kapitän Edin Džeko bedauert Glavaš zwar, hält den Zeitpunkt jedoch für ideal: „Er verlässt die Nationalmannschaft auf dem besten Niveau, eine Mannschaft, die gewinnt. Nach Džeko beginnt ein neues Leben in unserer Nationalmannschaft.“
Dringender Appell für moderne Stadien
Um langfristig mit den europäischen Standards mithalten zu können, sieht Glavaš vor allem im Bereich der Sportinfrastruktur großen Nachholbedarf. Er wünscht sich für sich und seine Generation, noch moderne Arenen in Städten wie Sarajevo (Grbavica und Koševo), Mostar, Banja Luka und Tuzla zu erleben: „Ich lebe dafür, dass Bosnien und Herzegowina diesen Weg einmal geht.“



