Veränderte Anzahl der WM-Startplätze für die Kontinente
Mit der Erweiterung des Teilnehmerfeldes für die Weltmeisterschaft wurde auch die Anzahl der Startplätze für die einzelnen Kontinente angepasst. Diese Änderung hat direkte Auswirkungen auf den Qualifikationsprozess, da nun mehr Teams die Chance auf ein WM-Ticket haben. Die neue Verteilung der Startplätze sieht wie folgt aus:
- Europa: 16 Startplätze (zuvor 13)
- Afrika: 9 bis 10 Startplätze (zuvor 5)
- Asien und Australien: 8 bis 9 Startplätze (zuvor 4 bis 5)
- Südamerika: 6 bis 7 Startplätze (zuvor 4 bis 5)
- Nord- und Mittelamerika: 3 bis 5 Startplätze (zuvor 3 bis 4), inklusive 3 feste Plätze für die Gastgeber USA, Mexiko und Kanada
- Ozeanien: 1 bis 2 Startplätze (zuvor 0 bis 1)
Zusätzlich gibt es ein interkontinentales Play-off-Turnier, an dem zwei Teams teilnehmen können, um sich einen der letzten freien WM-Plätze zu sichern. An diesem Turnier nehmen jeweils ein Team aus Afrika, Asien/Australien, Südamerika und Ozeanien teil, sowie zwei Teams aus dem CONCACAF-Verband (Nord-, Mittelamerika und Karibik). Der europäische Verband UEFA wird keine Mannschaft in diese Play-offs entsenden.
Änderungen im Qualifikationsmodus für Europa
Bisher wurde die europäische WM-Qualifikation in einem Gruppensystem mit zehn Gruppen abgewickelt. Die Gruppensieger qualifizierten sich direkt für die Endrunde, während die Zweitplatzierten sowie die besten Teams der Nations League, die sich nicht regulär qualifiziert hatten, in Play-offs um die verbleibenden Plätze kämpften. Für die WM 2026 gibt es jedoch einige Änderungen.
Da Europa drei zusätzliche Startplätze erhält, wird das Qualifikationssystem auf 12 Gruppen mit jeweils 4 oder 5 Teams erweitert. Wie gewohnt spielt jedes Team in seiner Gruppe zweimal gegen die anderen, mit jeweils einem Heim- und einem Auswärtsspiel. Die zwölf Gruppensieger sind weiterhin direkt für die Endrunde qualifiziert.
Der Start der europäischen WM-Qualifikation
Europa wird im Vergleich zu anderen Kontinenten wie Südamerika später mit der Qualifikation für die WM 2026 beginnen. Während in Südamerika bereits rund ein Jahr früher gespielt wurde, startet die Qualifikation in Europa erst im März 2025. Die Qualifikationsspiele werden bis Ende November 2025 andauern.
Die Play-offs für die WM 2026 werden im März 2026 stattfinden. Die UEFA Nations League 2024/25 wird in der zweiten Jahreshälfte 2024 durchgeführt, sodass keine weiteren Qualifikationsspiele in dieser Zeit angesetzt werden. Das Format der Play-offs dürfte dir bereits aus den vergangenen Jahren bekannt sein.
Die Töpfe für die WM-Qualifikation
Nach Abschluss der Gruppenphase der UEFA Nations League sind nun auch die Töpfe für die Auslosung der WM-Qualifikation 2026 festgelegt. Diese findet am Freitag, den 13. Dezember 2024, in Zürich statt. In diesem Jahr gibt es jedoch eine besondere Regelung: Da zum Zeitpunkt der Auslosung die besten vier Teams der Nations League noch nicht feststehen, wird jedem Viertelfinalisten zwei Gruppen zugewiesen – eine für den Fall des Weiterkommens ins Halbfinale und eine für den Fall des Ausscheidens.
Es gibt insgesamt fünf Töpfe, wobei die ersten vier jeweils 12 Teams enthalten und der fünfte nur 6 Mannschaften umfasst. Dies führt zu einer Konstellation von sechs Gruppen mit je vier Teams und sechs Gruppen mit fünf Teams. In den ersten Töpfen finden sich die besten Mannschaften Europas, während die kleineren Nationen in den letzten Töpfen vertreten sind.
Die Verteilung der Töpfe für die WM-Qualifikation sieht wie folgt aus:
- Topf 1: Frankreich, Spanien, England, Portugal, Niederlande, Belgien, Italien, Deutschland, Kroatien, Schweiz, Dänemark, Österreich
- Topf 2: Ukraine, Schweden, Türkei, Wales, Ungarn, Serbien, Polen, Griechenland, Rumänien, Norwegen, Tschechien, Slowakei
- Topf 3: Schottland, Slowenien, Irland, Finnland, Georgien, Albanien, Nordmazedonien, Island, Bosnien-Herzegowina, Nordirland, Montenegro, Israel
- Topf 4: Bulgarien, Luxemburg, Weißrussland, Armenien, Kosovo, Kasachstan, Aserbaidschan, Estland, Zypern, Lettland, Färöer Inseln, Litauen
- Topf 5: Moldawien, Malta, Andorra, Gibraltar, Liechtenstein, San Marino
Wie werden die restlichen 4 Startplätze für Europa vergeben?
Die verbleibenden vier Startplätze für die WM 2026 werden in einem Play-off im März 2026 vergeben. Daran nehmen die zwölf Gruppenzweiten sowie die vier bestplatzierten Mannschaften der Nations League 2024/25 teil, die sich nicht direkt über die Qualifikation qualifiziert haben. Insgesamt werden also 16 Teams um diese vier Plätze kämpfen. Die Play-offs bestehen aus vier Pfaden, die jeweils ein Halbfinale und ein mögliches Finale umfassen. Gespielt wird im K.O.-Modus.
FIFA-Regeln für die WM-Qualifikation 2026 – Wer kommt weiter?
Die FIFA hat bereits festgelegt, wie die Gruppenspiele in der Qualifikation gewertet werden. Die Kriterien lauten:
- Höhere Punktzahl aus allen Gruppenspielen
- Bessere Tordifferenz aus allen Gruppenspielen
- Höhere Anzahl erzielter Tore in allen Gruppenspielen
- Höhere Punktzahl aus dem direkten Duell
- Bessere Tordifferenz aus dem direkten Duell
- Höhere Anzahl erzielter Tore im direkten Duell
- Auswärtstore im direkten Duell zählen doppelt
- Geringere Anzahl von erhaltenen Karten
- Losentscheid durch die FIFA
Für die Qualifikation außerhalb Europas wurde das Pokalsystem mit Hin- und Rückspielen eingeführt. Der asiatische Fußballverband war der erste, der bekanntgab, dass er dieses System für die WM 2026 übernehmen wird. In diesem Fall zählen auch wieder mehr erzielte Auswärtstore als Vorteil.
Beispiel: Endet das erste Spiel 1:1 und das Rückspiel mit 2:2, zieht das Auswärtsteam weiter. Bei Gleichstand erfolgt eine Verlängerung und ein mögliches Elfmeterschießen. Die asiatische Qualifikation wird insgesamt fünf Runden umfassen, wobei die ersten beiden Runden gleichzeitig als Qualifikation für die Asienmeisterschaft dienen.



