Nachdem wir bereits im vergangen Jahr über Matko Miljević berichtet haben, greifen nun auch bosnische Medien das Thema auf – und liefern interessante Details zur aktuellen Situation.
Der argentinische Sportjournalist César Luis Merlo hatte zuvor gemeldet, wie man hier in unserem damaligen Artikel nachlesen kann, dass der 23-Jährige als potenzieller Nationalspieler für Bosnien und Herzegowina in Betracht gezogen wird. Demnach soll es bereits Gespräche gegeben haben, der Verband habe großes Interesse daran, Miljević für das Nationalteam zu gewinnen. Sein Großvater stammt aus Bosnien.
Nun berichten bosnische Medien, dass Miljević in den vergangenen Monaten die Tür für einen möglichen Einsatz für die Nationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina wieder geöffnet habe. Sowohl von Spielerseite als auch vom Verband bestehe grundsätzlich der Wunsch zur Zusammenarbeit.

Als größtes Hindernis gilt aktuell jedoch die Staatsbürgerschaft. Laut inoffiziellen Informationen scheitert der Prozess derzeit am Nachweis der bosnischen Herkunft. Zwar stammt sein Großvater aus einem Dorf in der Umgebung von Banja Luka, jedoch konnten die notwendigen Dokumente bislang nicht vollständig erbracht werden. Genau an diesem Punkt stockt das Verfahren.
Miljević wurde in Miami geboren, zog jedoch als Kind nach Argentinien, wo er seine fußballerische Laufbahn begann. Er spielte auf Nachwuchsebene sowohl für die USA (U16 und U20) als auch für Argentiniens U20-Auswahl. Für die A-Nationalmannschaft der Vereinigten Staaten absolvierte er zwei Freundschaftsspiele. Nach FIFA-Regularien kann er den Verband noch wechseln, endgültig gebunden wäre er erst mit einem dritten Einsatz in einem Pflichtspiel.
Auch auf Vereinsebene blickt Miljević auf eine bewegte Karriere zurück: Im Winter wechselte er zu Racing Club, nachdem er in der Saison 2024/25 von Newell’s Old Boys zu Huracán gegangen war. Zuvor spielte er seit 2021 in der MLS für Montréal, nachdem er aus Argentinien von Argentinos Juniors in die USA gewechselt war.
Ob der 23-Jährige künftig tatsächlich das Trikot der „Zmajevi“ tragen wird, hängt nun vor allem von der Klärung der Staatsbürgerschaftsfrage ab.



