Wednesday, April 15, 2026
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Sergej Barbarez nach Cardiff-Spektakel: “Wegen dem haben wir so viel Zeit investiert, die Jungs müssen stolz auf sich sein”

Nach einem dramatischen Playoff-Abend hat sich Bosnien-Herzegowina Nationalmannschaft gegen Wales Nationalmannschaft durchgesetzt. Nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit behielten die Bosnier im Elfmeterschießen die Nerven – und sorgten für große Emotionen. Im Mittelpunkt der anschließenden Pressekonferenz stand Nationaltrainer Sergej Barbarez, der sichtlich bewegt auf den ersten Playoff-Sieg seiner Amtszeit zurückblickte.

Barbarez ordnete die Partie als erwartet schwierig ein: Wales habe viel Ballbesitz gehabt, mit langen Bällen und schnellen Umschaltmomenten agiert. „In unseren Augen standen wir sehr gut“, erklärte er und betonte die mentale Stärke seiner Mannschaft. Besonders nach dem Rückstand habe sein Team „Charakter und Mut gezeigt“. Der Sieg sei letztlich „die Kirsche auf der Torte“ gewesen – ein Ausdruck dafür, wie sehr sich die Mannschaft diesen Erfolg erarbeitet hat.

Mit Blick auf das kommende Duell gegen Italien Nationalmannschaft wollte Barbarez keine Favoritenrolle verteilen. Stattdessen hob er eine bemerkenswerte Statistik hervor: Seit November 2024 habe Bosnien auswärts nicht mehr verloren. Dennoch geht das Team nun ein Heimspiel an – und der Trainer setzt vor allem auf die richtige Herangehensweise: „Solche Spiele sind der Grund, wieso wir alle Fußballer wurden.“ Seine Spieler hätten bereits gegen Wales die Aufgabe gehabt, das Spiel zu genießen – und genau das fordert er auch für das Duell mit Italien.

Für besonders emotionale Momente sorgte das Elfmeterschießen. Der entscheidende Strafstoß von Kerim Alajbegović (Anm.: Name wie gegeben) spiegelte laut Barbarez die Unbekümmertheit der jungen Spieler wider. „Ja, wenn ich mich dazuzähle – es gab viele Tränen“, sagte er offen und gewährte einen persönlichen Einblick: Sogar seine eigenen Kinder hätten vor Rührung geweint. Der Trainer sprach von einem „neuen Gesicht“ seiner Mannschaft und zeigte sich „sehr stolz“ auf die Entwicklung.

Diese Entwicklung sei ohnehin der zentrale Erfolg seiner bisherigen Amtszeit. Barbarez betonte erneut, dass es ihm darum gegangen sei, „Mut und Stolz“ zurück in die Nationalmannschaft zu bringen. Über ein Jahr hinweg habe man eine besondere Gruppendynamik aufgebaut. Dabei seien sowohl positive als auch negative Erfahrungen entscheidend gewesen – etwa Niederlagen wie gegen Deutschland, aus denen das Team gelernt habe. „Nur so können wir wachsen“, unterstrich er. Gleichzeitig verteilte er auch Lob an den Gegner: Wales sei ein „fantastisches Team“ gewesen, das das Weiterkommen ebenfalls verdient gehabt hätte.

Die kurze Regenerationszeit vor dem Italien-Spiel stellt das Trainerteam nun vor eine neue Herausforderung. Statt monatelanger Vorbereitung bleiben nur wenige Tage. Barbarez verwies auf die Belastung des Spiels und personelle Wechsel, insbesondere auf den Flügelpositionen. Einige Spieler hätten noch Rückstand in Sachen Spielpraxis, seien aber durch ihren „Drang zum Erfolg“ über sich hinausgewachsen. Entscheidend sei nun, dass alle Spieler gesund bleiben und die Partie gegen Italien genießen können.

Auch eine hitzige Szene am Spielfeldrand wurde thematisiert, die Barbarez eine Gelbe Karte einbrachte. Im Austausch mit dem walisischen Trainer Craig Bellamy seien schlicht Emotionen im Spiel gewesen. Beide kennen sich aus der Vergangenheit, begegneten sich mit Respekt – doch in der Intensität eines solchen Spiels sei die Leidenschaft eben nicht zu bremsen.

Am Ende blieb ein Eindruck, der über das reine Ergebnis hinausgeht: Bosnien-Herzegowina wächst als Team zusammen – sportlich wie emotional. Der Sieg gegen Wales war dafür ein eindrucksvoller Beleg

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