Sergej Barbarez wollte nicht, dass die „Zmajevi auf Zypern trainieren, damit die Gegner unsere Taktik nicht entdecken, doch zwischen den Zeilen hat er dennoch recht viele Informationen darüber preisgegeben, in welcher Aufstellung wir möglicherweise spielen werden.
Von allen Spielen bezog sich der Nationaltrainer am häufigsten auf das Spiel gegen Österreich. Genauer gesagt meinte er, dass er gerne die Spielweise aus jenem längeren Abschnitt des Spiels wiederholen würde, in dem wir mit Österreich auf Augenhöhe agierten.
Zusätzlich sagte er im Zusammenhang mit der Verletzung von Demirović, dass man nicht so leicht „von der Formation mit zwei Stürmern abweichen“ werde.
Er erwähnte auch die Wichtigkeit von Gigović als Spieler, der sowohl als Flügelspieler agieren als auch Aufgaben im Mittelfeld übernehmen kann. Besonders zufrieden zeigte er sich mit der rechten Seite Dedić–Memić, mit der Bosnien und Herzegowina eine äußerst starke Waffe auf dem Spielfeld bekommen habe.

Wenn man das oben Geschriebene zusammenfasst, deutet alles darauf hin, dass wir dieselbe Startaufstellung sehen werden wie zu Beginn des Spiels gegen Österreich. Es bleibt nur eine offene Frage: Wer wird anstelle des verletzten Demirović als „zweiter Stürmer“ auflaufen?
Die größten Chancen haben vermutlich Baždar und/oder Alajbegović.
Baždar brachte der bosnischen Nationalmannschaft gerade im Spiel gegen Zypern in Zenica einen „zusätzlichen Geschwindigkeitsschub“ und stand bereits in den Spielen gegen Rumänien und San Marino in der Startelf, wenn einer der beiden ersten Stürmer fehlte.
Für Alajbegović spricht seine Topform, aber auch die Tatsache, dass er ein Spielertyp ist, für den Verteidiger wie jene aus Zypern nur schwer eine Lösung finden können.
Wahrscheinlich wird von der Entscheidung, wer Demirović ersetzen wird, auch die gesamte Taktik abhängen, die Barbarez und seine Assistenten für das Spiel gegen Zypern ausgearbeitet haben. Werden wir sofort auf das gegnerische Tor stürmen oder zunächst das Spiel „beruhigen“, um dann den entscheidenden Schlag zu setzen?

Das letzte Unentschieden zwischen Zypern und Rumänien zeigt, dass sich Pressing von Beginn an auszahlen kann – denn die Rumänen erzielten zwei frühe Tore nach Fehlern der Zyprioten im Mittelfeld. Rumänien hätte auf ähnliche Weise sogar noch ein weiteres Tor in der ersten Halbzeit erzielen können, vergab aber eine Eins-gegen-Eins-Situation.
Gegen Österreich spielten wir in folgender Aufstellung: Vasilj, Mujakić, Muharemović, Katić, Dedić, Tahirović, Šunjić, Gigović, Demirović, Memić und Džeko.
Gegen Zypern darf man nicht überrascht sein, wenn wir ab der ersten Minute folgende Startelf sehen: Vasilj, Mujakić, Muharemović, Katić, Dedić, Tahirović, Šunjić, Gigović, Memić, Alajbegović (Baždar) und Džeko.



