StartA-NationalmannschaftKlassenerhalt statt Zukunftsfragen: Vasilj setzt voll auf St. Pauli

Klassenerhalt statt Zukunftsfragen: Vasilj setzt voll auf St. Pauli

Torhüter Nikola Vasilj ist längst zu einer wichtigen Stütze beim FC St. Pauli geworden. Der 30-jährige Keeper absolvierte bislang 164 Pflichtspiele für den Kiez-Klub. In den verbleibenden Saisonspielen liegt daher viel Verantwortung auf seinen Schultern – auch mit Blick auf seine eigene Zukunft.

Mittlerweile steht fest: Sollte St. Pauli den Klassenerhalt schaffen, verlängert sich Vasiljs Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr. Bei einem Abstieg hingegen könnte der bosnische Nationaltorwart den Verein ablösefrei verlassen. Dennoch beschäftigt ihn dieses Szenario aktuell nicht.

„Das ist mir schon klar. Aber darüber nachzudenken wäre jetzt nicht nur unnötig, sondern völlig verrückt“, erklärt Vasilj. Sein Fokus liege ausschließlich darauf, mit St. Pauli in der Bundesliga zu bleiben. „Ich bin jetzt fünf Jahre hier. Es wäre verrückt, schon über den nächsten Schritt nachzudenken. Wenn wir in der Liga bleiben, habe ich einen Vertrag für ein weiteres Jahr – und genau das ist mein Ziel”, äüßerte Nikola gegenüber der BILD.

Foto: UEFA via Getty Images
Foto: UEFA via Getty Images

Damit sendet der Keeper ein klares Signal der Verbundenheit mit dem Verein. Selbst im Falle eines Abstiegs wäre ein Verbleib in Hamburg theoretisch möglich, allerdings nur nach neuen Gesprächen mit Sportchef Andreas Bornemann. „Er ist der Sportchef und trifft die Entscheidungen“, sagt Vasilj. „Bleiben wir drin, stellt sich diese Frage ohnehin nicht.“

Dass der Klassenerhalt gelingen kann, davon ist der Torhüter überzeugt. In Drucksituationen hat er bereits mehrfach seine Stärke bewiesen – unter anderem bei zwei gewonnenen Elfmeterschießen mit der Nationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina, die dem Team überraschend die Teilnahme an der Weltmeisterschaft sicherten.

Sein Rezept im Umgang mit Druck beschreibt Vasilj so: „Entscheidend ist der Glaube daran, dass man Großes erreichen kann – auch wenn es mal nicht so gut läuft. Man muss immer positiv bleiben.“ Besonders auf die Heimstärke setzt er große Hoffnungen: „Wir wissen, dass wir zu Hause gut sind. Wir haben es selbst in der Hand, über unsere Zukunft zu entscheiden.“

Der Schlussmann glaubt sogar daran, dass St. Pauli die Saison noch auf Rang 15 abschließen kann. „Ich habe im Fußball schon viel erlebt“, sagt er. Sollte dieses Ziel erreicht werden, wäre nicht nur der Klassenerhalt gesichert – sondern auch seine eigene Zukunft beim FC St. Pauli.

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