Der VfB Stuttgart steht in der Champions League vor einer Schlüsselpartie: Gegen Roter Stern Belgrad muss ein Sieg her, um die Chancen auf die K.o.-Runde zu wahren. Für Ermedin Demirović wird das Spiel nicht nur sportlich, sondern auch emotional eine Herausforderung.
„Ich bin darauf eingestellt, dass es nicht einfach wird, wegen der Nationalität“, sagte der bosnische Nationalspieler im Interview mit dem „kicker“. Die Beziehungen zwischen Bosnien und Serbien sind auch Jahrzehnte nach dem Zerfall Jugoslawiens angespannt.
Das Rajko-Mitić-Stadion, bekannt für seine leidenschaftliche Atmosphäre, könnte für Demirović zum Hexenkessel werden. „Es kann eklig werden“, räumte der 26-Jährige ein. Er ist jedoch auf alle Szenarien vorbereitet: „Entweder sagen sie: ‚Wir ignorieren ihn.‘ Oder: ‚Wir machen ihn fertig.‘ Ich stelle mich auf beides ein.“
Trotz möglicher Anfeindungen zeigt sich Demirović entschlossen. „Das kann dich sogar motivieren“, betonte er. Schon bei der Auslosung habe er sich auf das Spiel in Belgrad gefreut. „Das ist eine Aufgabe, die einfach extrem Spaß macht.“
Hoeneß stellt um
Auch Trainer Sebastian Hoeneß nimmt Anpassungen vor: Wegen der Champions-League-Regularien fehlen Nick Woltemade, Ramon Hendriks und Justin Diehl. Dafür kehrt Angelo Stiller nach Verletzung ins Mittelfeld zurück.
Mit aktuell vier Punkten steht der VfB auf Platz 27 der Tabelle. Nur die ersten Acht ziehen direkt ins Achtelfinale ein, während die Teams auf den Plätzen 9 bis 24 um die verbleibenden K.o.-Plätze kämpfen.
Die Partie gegen Belgrad wird nicht nur für den VfB, sondern auch für Demirović ein entscheidender Moment. Kann der bosnische Stürmer in diesem emotionalen Umfeld glänzen, wäre das ein starkes Signal – für den VfB und die bosnischen Fans weltweit.



