Das zweite Vorbereitungsspiel führt die Zmajevi direkt in die Welt der WM: Panama in St. Louis – ein Testspiel mit echtem Turniercharakter.
Panama nimmt zum zweiten Mal überhaupt an einer Weltmeisterschaft teil – die einzige vorherige Teilnahme war 2018 in Russland, wo das Team alle drei Gruppenspiele verlor. Seither hat sich die Mannschaft aber deutlich weiterentwickelt. Trainer Thomas Christiansen führt das Team mit einer beeindruckenden Bilanz: 60 Prozent Siege in 47 Pflichtspielen. Bei der WM 2026 wartet auf Panama die Gruppe L mit England, Kroatien und Ghana.
Kapitän Aníbal Godoy führt die Mannschaft an, während Ismael Díaz und José Fajardo für die Torgefahr sorgen. Panama setzt auf Kollektivleistung und physische Präsenz – typisch CONCACAF: kompakt, intensiv, kampfbetont.

Warum gerade Panama – und warum in St. Louis?
Das ist der entscheidende Punkt. Die WM findet in den USA, Kanada und Mexiko statt, und das Spiel in St. Louis ist kein Zufall, sondern gezielte Vorbereitung. Ein Testspiel direkt auf US-amerikanischem Boden hilft, sich an Reisestress, Zeitverschiebung und nordamerikanische Bedingungen zu gewöhnen. Panama bringt genau das mit, womit Bosnien in der Gruppenphase rechnen muss: eine andere Fußballkultur, viel Pressing und ungewohnte taktische Varianten.
Dazu kommt ein emotionaler Aspekt, der dieses Spiel zu etwas Besonderem macht: St. Louis beherbergt mit über 60.000 Bosniern die größte bosnische Gemeinschaft außerhalb Bosniens selbst – entstanden aus den Flüchtlingswellen des Krieges in den 1990er Jahren. Im Stadtviertel Bevo Mill, liebevoll „Little Bosnia” genannt, reihen sich bosnische Restaurants, Cafés und Geschäfte aneinander. Die Gemeinde wird das Spiel in ein echtes Heimspiel verwandeln – mitten in Amerika.
Wie bosnische Medienberichte melden, wird der öffentlich-rechtliche Sender BHRT das Spiel aus St. Louis direkt übertragen. Das sind großartige Neuigkeiten für die Fans, da die Übertragung somit für alle Bürgerinnen und Bürger im Land frei zugänglich sein wird.
Das Spiel beginnt nach lokaler Zeit um 14:00 Uhr, was aufgrund der Zeitverschiebung 21:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit (Samstag) entspricht.



