Im Rahmen des heutigen Spiels gegen Katar (21:00 MEZ) fand in der Nacht die Pressekonferenz zum Spiel statt, wo sich Nationaltrainer Sergej Barbarez und Ivan Šunjić den Fragen der Medien stellten.
Ob alle Spieler fit sind, auch betreffend Amar Dedić, antwortete Sergej kurz und knapp:
“Bei so einem langen Turnier kann es immer sein, dass ein oder zwei Spieler fehlen, aber es ist nicht besorgniseregendes. Alle außer Muharemović werden im Kader stehen und bereit sein.”
Da wir nun gegen einen “leichteren” Gegner spielen, kann man einen offensiveren Fußball erwarten?
“Unser Ziel ist es nie 90 Minuten zu bunkern. Natürlich gibt es Phasen in einem Spiel, wo man versucht, das Spiel zu beruhigen und dem Gegner das Spiel zu überlassen. Das ist kein Problem, sondern hängt auch vom Gegner ab, der Situation am Spielfeld und vom Ergebnis. Heute spielen alle defensiv, es ist selten, dass heute über einen längeren Zeitraum gepresst wird. Wir werden morgen sehen, wir haben natürlich unsere Ideen und wollen gewinnen. Katar geht es genauso. Mit einem Sieg sind auch sie in der nächsten Runde.”, erklärte Barbarez das bisherige defensive Verhalten.
Wie liegt uns im morgigen Spiel die Favoritenrolle?
“Ob wir Favoriten sind oder nicht, ändert nicht die Herangehensweise ans morgige Spiel. Laut der FIFA-Rangliste ist Katar für morgen der Favorit. Sie sind auch nicht umsonst dort, wo sie sind. Ihnen wurde die Teilnahme bei der WM auch nicht geschenkt, sie mussten genauso siegen wie wir. Wir hoffen, dass das Spiel ein hohes Niveau haben wird. Ob Favoriten oder nicht, interessiert uns wenig.”
Katar hat im ersten Spiel die Schweiz auf dem falschen Fuß erwischt, während sie gegen Kanada untergegangen sind. Was für ein Katar Nationaltrainer Barbarez erwartet, erklärte er wie folgt…
“Wir erwarten ein Katar, was wir gegen die Schweiz gesehen haben, oder am Anfang gegen Kanada. Ich denke nicht, dass uns etwas überraschen wird. Da gehen wir nach der Devise “Tagesform kann auch Qualität besiegen”. Wohlwissend wer ihr Trainer ist und wie sie spielen, aber auch dass sie ein großes Selbstbewusstsein an den Tag legen, verspüren sie in wenigen Momenten Druck. Sie werden sich beweisen wollen, genauso wie wir.”
Beide Teams werden gewinnen wollen, während unser Mittelfeld in großer Kritik stand, wurde gefragt, ob man Änderungen erwarten kann, um die Kreativität nach vorne zu verbessern.
“Das Spiel kann auch unentschieden enden. Wir müssen keinen neuen Mittelfeldspieler aufstellen, um kreativer zu sein. Wir haben genug Kreativität auf den Flügeln und im Sturm, oft sogar mehr als die meisten Mannschaften. Wir müssen als Mannschaft gut funktionieren, in der Defensive solide stehen, aggressiv sein und nahe am Gegner stehen – damit kommt die Kreativität die wir haben von alleine.”



