Die UEFA dreht am Turnierschrauben-Rad! Kurz vor dem packenden Europa-League-Finale in Istanbul zwischen dem SC Freiburg und Aston Villa hat das Exekutivkomitee tiefgreifende Reformen beschlossen.
Nach der EM 2028 krempelt die UEFA den Modus für die Nations League und die EM-Qualifikation komplett um und setzt dabei auf ein System, das stark an das neue Format des Europapokals erinnert.
In der Nations League wird das Feld künftig in nur noch drei statt vier Ligen aufgeteilt. Liga A und B umfassen jeweils 18 Teams, während in Liga C die restlichen 19 Mannschaften spielen. Der Spielplan wird dabei flexibler: Die Teams spielen zwar in Sechser- bzw. Siebenergruppen, bestreiten ihre sechs Partien jedoch gegen fünf verschiedene Gegner, zu denen auch Mannschaften aus anderen Gruppen gehören. Das Prinzip von Auf- und Abstieg sowie die Playoffs bleiben aber erhalten.

Auch die EM-Qualifikation orientiert sich an diesem Modell und teilt die Nationen in zwei Klassen. Die 36 stärksten Teams der Nations League bilden Liga 1, wo sie in drei Zwölfergruppen gelost werden und sechs Spiele gegen sechs unterschiedliche Gegner absolvieren. Der Rest der Nationen startet in Liga 2. Direkt für die EM qualifizieren sich am Ende nur die drei Gruppensieger der Liga 1, während alle weiteren Endrunden-Plätze in Playoffs ausgespielt werden, an denen auch die Teams aus Liga 2 teilnehmen.
Das finale Konzept für diese Reform soll im September von der UEFA endgültig beschlossen werden.



