Sein unglaublicher erster Auftritt im Nationaltrikot – mit zwei Toren bei einer Weltmeisterschaft – ist nichts anderes als ein Spiegelbild seiner liebenswürdigen Persönlichkeit und Erziehung. Und auch seiner Unverstelltheit.
Bevor er sich den Journalisten stellte, fragte er zunächst: „Hat jemand Wasser für mich?” Prompt teilte einer der Reporter seine Flasche mit dem bosnischen Stürmer, der daraufhin sein Statement gab.
Auf die Frage, ob er sich ein solches Szenario je erträumt habe – Nationalmannschaft, zwei Tore bei einer Weltmeisterschaft: „Ehrlich gesagt nein. Obwohl ich zugeben muss, dass ich, sobald ich zur Nationalmannschaft kam, ein enormes Selbstvertrauen gespürt habe – auch wegen der Art, wie ich im Team aufgenommen wurde. Das übertrug sich aufs Spielfeld. Ich bin glücklich!”
Sein erster Anruf nach dem Spiel ging an seine Mutter. Auf die Frage, wen er direkt nach dem Abpfiff vom Platz aus angerufen habe: „Ich habe sofort meine Mama angerufen, ich musste diesen Moment unbedingt mit ihr teilen und feiern.”
Zum Ausziehen des Trikots nach seinem Tor und der Gefahr einer gelben Karte: „Daran habe ich gar nicht gedacht, da war keine Zeit, darüber nachzudenken.”
Mit Blick auf das mögliche nächste Spiel gegen die USA und die Frage nach mehr Einsatzzeit – schließlich hat er einige Rekorde aufgestellt: „Zuerst müssen wir uns erholen, dann werden wir uns maximal vorbereiten. Über die Einsatzzeit habe ich schon gesprochen, das entscheidet der Trainer. Und über die Rekorde mache ich mir keine Gedanken – wichtig ist das Team, nicht der Einzelne.”
Zum Abschluss richtete Mahmić auf Wunsch eines Journalisten aus der Krajina noch einen besonderen Gruß an seine „Krajišnici”.



