Mit Sergej Barbarez begann für die bosnisch-herzegowinische Nationalmannschaft ein neuer Abschnitt. Gemeinsam mit seinem Trainerstab und dem Direktor der A-Nationalmannschaft, Emir Spahić, hat er eine Entwicklung angestoßen, die über gute Ergebnisse hinausgeht. Die erfolgreiche WM-Qualifikation zeigt nicht nur sportlichen Erfolg, sondern auch, dass sich innerhalb der Mannschaft Einiges verändert hat.
Von Beginn an rückten neben taktischen Fragen vor allem Zusammenhalt, Mentalität und die Bedeutung des Nationaltrikots stärker in den Mittelpunkt. Auch Emir Spahić spielt dabei eine wichtige Rolle: Als ehemaliger Kapitän, der 2014 selbst noch bei der WM auf dem Platz stand, kennt er die Bedeutung der Nationalmannschaft für das Land und die Fans genau.
Bemerkenswert ist, dass weder Barbarez noch weite Teile des Trainerstabs zuvor langjährige Erfahrung als Nationaltrainer hatten. Dennoch gelang es ihnen, eine neue Atmosphäre rund um das Team zu schaffen.
Ein zentraler Punkt ist die Integration der neuen Generation. Spieler wie Amar Dedić, Esmir Bajraktarević oder Kerim Alajbegović bringen neue Dynamik, während erfahrene Spieler wie Edin Džeko weiterhin für Stabilität, Führung und Erfahrung sorgen. So entstand eine neue Balance zwischen Erfahrung und frischer Energie.
Besonders sichtbar wird der Wandel im Verhältnis zwischen Mannschaft und Fans. Die Unterstützung ist wieder deutlich gewachsen – sowohl in Bosnien und Herzegowina als auch in der Diaspora. Viele Fans begleiten die „Zmajevi“ wieder mit Stolz und Begeisterung.
Diese neue Nähe zwischen Mannschaft und Anhängern steht deshalb für mehr als sportlichen Erfolg: Sie zeigt eine Nationalmannschaft mit klarerer Identität und Zielen – und Fans, die wieder mit mehr Hoffnung und Stolz hinter ihren „Zmajevi“ stehen.



