Nach dem respektablen, wenn auch unglücklichen WM-Debüt gegen Argentinien blickte eine ganze Nation voller Hoffnung auf das zweite Gruppenspiel der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.
Am 21. Juni 2014 traf die bosnische Nationalmannschaft in der Arena Pantanal in Cuiabá auf Nigeria. Es war ein Spiel, das in die Geschichte des bosnischen Fußballs eingehen sollte – allerdings nicht wegen des sportlichen Ausgangs, sondern wegen einer der eklatantesten Fehlentscheidungen des gesamten Turniers.

Der Moment, der alles veränderte: Das gestohlene Tor
Es lief die 21. Spielminute, als Zvjezdan Misimović einen genialen Pass in die Schnittstelle spielte. Edin Džeko startete perfekt und schob den Ball eiskalt am nigerianischen Keeper Vincent Enyeama vorbei ins Netz.
Die Freude währte jedoch nur Sekundenbruchteile: Der neuseeländische Schiedsrichter Peter O’Leary verweigerte dem Treffer die Anerkennung, da sein Linienrichter auf Abseits entschied.

Die TV-Bilder lieferten sofort den unumstößlichen Beweis für eine krasse Fehlentscheidung. Džeko startete beim Abspiel fast einen halben Meter hinter dem nigerianischen Verteidiger Joseph Yobo. Es war eine absolut reguläre Position – von einem knappen Abseits konnte keine Rede sein. Ein reguläres Tor, das Bosnien-Herzegowina die verdiente Führung gebracht hätte, wurde eiskalt weggepfiffen.eiskalt weggepfiffen.
Die doppelte Bitterkeit
Es kam, wie es im Fußball so oft kommt: Nur sieben Minuten nach dem geklauten Führungstreffer (29. Minute) fiel auf der Gegenseite das Tor des Tages. Peter Odemwingie traf zum 1:0 für Nigeria. Doch auch dieser Treffer blieb hochgradig umstritten. Dem Tor ging ein klares Foulspiel von Emmanuel Emenike an Emir Spahić voraus, das vom Schiedsrichtergespann ebenfalls übersehen wurde.
Bosnien rannte in der Folge an, traf in der Nachspielzeit durch Džeko noch den Pfosten, doch der Ball wollte nicht mehr ins Tor. Das Spiel endete 1:0 für Nigeria.



