Warum schlagen die Nationalteams ihre Zelte vor der Weltmeisterschaft nicht in den eigenen Verbandscamps auf? Am Beispiel von Bosnien und Herzegowina sowie seinen kommenden Gegnern wird klar: Im modernen Spitzenfußball zählen maximaler Komfort und logistische Flexibilität.
Das Trainingszentrum des bosnischen Verbandes in Zenica stößt schnell an seine Grenzen, da dort oft mehrere Jugend- und Frauenauswahlen gleichzeitig trainieren. Zudem bieten exklusive Luxushotels einen Komfort – von der Schallisolierung bis hin zur maßgeschneiderten Verpflegung –, den ein gewöhnliches Sportcamp kaum leisten kann. Die bosnische Eliteelf residiert daher im Hotel Malak in Hrasnica und nutzt den Platz des FK Sarajevo.
Diese Praxis teilen auch die Gruppengegner:
Schweiz: Die Nationalmannschaft wohnt im Revier Hotel in St. Gallen und nutzt die dortige Infrastruktur, bevor sie nach einem Testspiel gegen Jordanien für die Partie gegen Australien nach San Diego reist.
Kanada: Bereitet sich im hochmodernen Atrium Health Performance Park des Charlotte FC in North Carolina (USA) vor, bestreitet aber noch Heim-Testspiele gegen Usbekistan und Irland.
Katar: Hat das eigene Land verlassen und bereitet sich in Irland auf das erste Testspiel vor, bevor es für ein Match gegen El Salvador weiter nach Los Angeles geht.
Für alle Teams gilt: Der Fokus liegt auf optimaler Regeneration im Hotel, bevor am Wochenende die endgültige Abreise zum WM-Turnier ansteht.



