Die Nationalmannschaft von Bosnien und Herzegowina ist in Sarajevo zusammengekommen, um sich auf die bevorstehende Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA vorzubereiten. Im Rahmen der Medienaktivitäten sprachen heute Kerim Alajbegović und Ermin Mahmić zu den Journalisten und der Öffentlichkeit.
Besonders Ermin Mahmić stand den Medien ausführlich Rede und Antwort.
Ein völlig neues Gefühl und große Ziele
Wie sind deine ersten Eindrücke vom Trainingslager und wie kommentierst du die WM-Teilnahme?
Ermin Mahmić: „Zuerst einmal ist es ein völlig neues Gefühl für mich, mit solchen Spielern auf dem Platz zu stehen. Ich versuche einfach, diese Erfahrung aufzusaugen, locker zu werden und Selbstvertrauen zu gewinnen, damit wir gemeinsam die Ziele erreichen, die wir uns gesteckt haben.“
Wie viel bedeutet es dir, hier mit dem Rest des Teams zu sein? Ihr seid altersmäßig alle nah beieinander und gehört fast derselben Generation an.
Mahmić: „Für mich ist das etwas Riesiges – für die eigene Nationalmannschaft zu spielen, Teil dieses Teams zu sein und einfach von Training zu Training, von Spiel zu Spiel mit einem Lächeln im Gesicht zu gehen.“
Der Kampf um die Sportstaatsbürgerschaft
In Mahmićs Fall war die Situation rund um die sportliche Staatsbürgerschaft alles andere als einfach. Der bürokratische Prozess zog sich über Monate hin.
Wie hast du und deine Familie das Ganze miterlebt, und wie war das Gefühl, als du erfahren hast, dass du zur WM fährst?
Mahmić: „Ich weiß, dass es keine leichte Situation war. Es hat einige Monate gedauert und wurde erst vor Kurzem finalisiert. Aber als ich hörte, dass ich zur Weltmeisterschaft fahre, war mir klar, dass sich die harte Arbeit auszahlt. Man muss einfach weiterarbeiten, sich weiterentwickeln, noch mehr Gas geben – dann kommt alles von alleine.“
Bei dir selbst gab es aber nie ein Zögern? Du wolltest schon immer für Bosnien und Herzegowina spielen?
„Es gab nie einen Zweifel. Ich wusste genau, für welches Land ich spielen will. Es war einfach immer nur Bosnien, und ich habe meine Meinung darüber nie geändert.”
Kreativität und Tiefe für das Team
Auf die Frage, was ihn als Spielertyp auszeichnet und wie er sich auf dem Platz sieht, fand der Offensivakteur klare Worte:
Mahmić: „Ich bin ein offensiver Spieler. Ich will Kreativität und Tiefe in unser Spiel bringen, um den Jungs mehr Platz hinter der gegnerischen Abwehrkette zu verschaffen. Ich denke gar nicht zu viel darüber nach, sondern freue mich einfach auf die kommende Zeit. Ich muss mich an das Team anpassen, dann wird alles gut.“
Zum Abschluss verriet Mahmić noch, dass er vor dem Trainingslager lediglich zwei Spieler aus dem Kader persönlich kannte, die Mannschaft ihn aber hervorragend aufgenommen habe und er die Kollegen nun von Tag zu Tag besser kennenlerne.



