Die Teilnahme an der 2014 FIFA World Cup in Brasilien war ein historischer Moment für die Fußball-Nationalmannschaft von Bosnien & Herzegowina. Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes gelang die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft – und das ohne den Umweg über die Play-offs.
Der Weg dorthin war geprägt von starken Offensivleistungen, einem dramatischen Duell mit Griechenland und einer „goldenen Generation“ um Spieler wie Edin Džeko, Miralem Pjanić und Vedad Ibišević.
Eine Qualifikation mit Rekord-Offensive
Bosnien spielte in der europäischen Qualifikation in Gruppe G gegen Griechenland, Slowakei, Litauen, Lettland und Liechtenstein. Am Ende stand das Team punktgleich mit Griechenland an der Spitze – setzte sich aber dank des besseren direkten Vergleichs durch.
Die Bilanz der Bosnier:

Damit stellte Bosnien gleichzeitig eine der besten Offensiven der europäischen Qualifikation.
Vor allem im Angriff zeigte das Team von Trainer Safet Sušić enorme Qualität. Kapitän Džeko und seine Mitspieler sorgten regelmäßig für Tore und entschieden viele Spiele früh.
Das Duell mit Griechenland
Der größte Konkurrent um den Gruppensieg war die Nationalmannschaft aus Griechenland. Beide Teams beendeten die Qualifikation mit 25 Punkten, doch Bosnien gewann den direkten Vergleich.
Der entscheidende Moment kam im Heimspiel:
Bosnien gewann 3:1 gegen Griechenland in Zenica. Im Hinspiel in Piräus holte man ein 0:0, was am Ende den Ausschlag im direkten Vergleich gab.

Damit konnte Bosnien den Gruppensieg verteidigen – selbst eine Niederlage gegen die Slowakei im Verlauf der Qualifikation änderte daran nichts mehr.
Der historische Moment
Als die Qualifikation im Oktober 2013 beendet war, stand fest:
Bosnien-Herzegowina hatte sich erstmals für eine Weltmeisterschaft qualifiziert.
Der Gruppensieg bedeutete die direkte Teilnahme an der WM-Endrunde – und löste im ganzen Land riesige Feierlichkeiten aus. Nach Jahren des Scheiterns in Play-offs, etwa vor der 2010 FIFA World Cup und der UEFA Euro 2012, war der Traum endlich Realität geworden.

Eine Generation, die Geschichte schrieb
Die Qualifikation zur WM 2014 gilt bis heute als einer der größten Erfolge des bosnischen Fußballs. Die Mannschaft um Džeko und Pjanić wird häufig als „goldene Generation“ bezeichnet – ein Team, das dem Land erstmals einen Platz auf der größten Fußballbühne der Welt sicherte.
Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Brasilien war damit nicht nur ein sportlicher Erfolg, sondern auch ein historischer Moment für ein junges Fußballland.



