Ein Video von “vijesti.ba” hat die harte Realität schonungslos offengelegt – das größte Stadion des Landes befindet sich in einem Zustand, der weit unter dem Minimum einer Hauptstadt liegt, geschweige denn eines Ortes, der einst die Eröffnungszeremonie der Olympischen Winterspiele 1984 ausrichtete.
Das Stadion Koševo ist längst nicht mehr nur ein infrastrukturell vernachlässigtes Objekt – es stellt inzwischen auch ein ernsthaftes Sicherheitsproblem dar. Seit Jahren beschränkt man sich auf Teil-Lösungen und Versuche, „das zu retten, was noch zu retten ist“, ohne klare Strategie oder langfristigen Sanierungsplan.



Auf den kursierenden Aufnahmen ist der besorgniserregende Zustand deutlich zu erkennen: zerfallender Beton auf den Tribünen, freiliegende Armierungseisen, eine zerstörte Leichtathletikbahn, schlechte Bedingungen für Medien sowie eine insgesamt stark vernachlässigte Zuwegung.
Wie alarmierend die Lage ist, zeigt auch die Tatsache, dass ein Teil der Südtribüne für das bevorstehende Freundschaftsspiel der bosnischen Nationalmannschaft gegen Nordmazedonien am 29. Mai gesperrt werden muss – aus Sicherheitsgründen. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass es längst nicht mehr nur um Ästhetik geht.
Der Minister für Kultur und Sport des Kantons Sarajevo, Kenan Magoda, hat bereits seine Bereitschaft signalisiert, sich an der Lösung des Problems zu beteiligen. Die entscheidende Verantwortung liegt jedoch weiterhin bei der Gemeinde und dem Eigentümer des Stadions.



